Dienstag, 24. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -148-



[GE]gessen: Zitroniges Quornschnitzel mit Bratkartoffeln & Spargel

[GE]trunken: Ahornwasser. War keine Offenbarung.

[GE]dämpft: Grünen Spargel. Den ersten, dieses Jahr.

[GE]backen: 
Focaccia mit einem Fütterungsrest der neu angesetzten Pasta Madre

[GE]wesen
Ein Lager bzw. eine Werkstatt für Herrn C. angesehen. Die Vermieterin war ungeheuer sympathisch, aber der Raum leider zu unpraktisch und die Miete zu hoch.

 [GE]sehen: A Quiet Place 

[GE]lesen: Eichmann vor Jerusalem - Bettina Stagneth

[GE]freut: Meiner allerliebsten Lieblingsmitarbeiterin schon seit Wochen nicht mehr über den Weg gelaufen. Ein Grund zum Feiern!

[GE]ärgert
Allerdings schafft diese Frau es auch in absentia durch ihre Fehler und Nachlässigkeit immer präsent zu bleiben...

[GE]kauft
Kokoswasser, Sternanis, Zitwer (weisses Kurkuma) und tiefgekühlte Curryblätter.
Die Curryblätter-Durststrecke ist damit offiziell beendet!
(Und ich weiss immer noch nicht, warum sie fast drei Jahre nirgends mehr erhältlich waren. Weder frisch noch gefroren. Vielleicht EHEC-Verdacht?) 

Passend zur Hitzewelle [GE]hört: Club Tropicana - Wham!

[GE]lacht:
Über den Zettel auf dem Foto (anklicken für bessere Lesbarkeit)

Sonntag, 22. April 2018

Gomfibraunies



Im Kühlschrank finden sich ab und zu halbleere Gläser mit selbst gemachter Konfitüre und/oder Gelée, die unabsichtlich immer weiter nach hinten gewandert und so aus dem Blickfeld verschwunden sind. Diese Braunies sind eine wunderbare Möglichkeit, solche Reste in ein köstliches Dessert zu verwandeln. Ihr Name setzt sich übrigens zusammen aus dem mundartlichen "Gomfi" (siehe Schweizerisches Idiotikon) und der amüsanten eingedeutschten Schreibweise von "Brownies".


Für eine runde Tarteform (24cm) oder eine viereckige Brownieform (20 x 20 cm):

  • 200 gr dunkle Schokolade, mind. 50%
  • 100 gr Butter
  • 3 Eier Grösse L
  • 140 gr Zucker
  • 20 gr Kakao
  • 1 grosszügige Prise Salz
  • 120 gr Konfitüre, Gelée oder Marmelade, glatt gerührt (io: Holundergelée)
  • 120 gr Mehl
  • gehäufter 1/4 Tl Backpulver
  • 2 El angerösteter Sesam (optional)

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Die Form mit Backpapier auslegen. Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen, glatt rühren. Zur Seite stellen. Eier mit Zucker, Kakao und Salz klümpchenfrei verquirlen, dann die Konfitüre unterrühren. Mehl und Backpulver in die Schüssel geben, kurz untermischen. Geschmolzene Schokolade einrühren. Nur so lange vermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form giessen, mit dem Sesam bestreuen. In den Ofen verfrachten und 30-35 Minuten backen, bis auch die Mitte aufgegangen ist. Auf ein Kuchengitter stellen, in der Form auskühlen lassen und zimmerwarm servieren. Die Braunies halten sich, gut eingepackt & kühl gelagert, etwa eine Woche.

Donnerstag, 19. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -147-



[GE]gessen: Maultaschen mit Chinakohl, Peperoni & Pesto

[GE]trunkenKalt angesetzte Tisana Olivone  

[GE]kocht: Haferkörner im Slow Cooker

[GE]backen: Gomfibraunies

[GE]wesen
Im Garten. Herr C. hat den Drahtkomposter in eine besser zugängliche Ecke versetzt. Währenddessen durfte ich das Himbeerfeld und die Kräuterecke mulchen, aus frischen Haselzweigen einen dilettantischen Minizaun flechten und als Belohnung den umgezogenen Komposter mit drei Kesseln Unkraut füttern. Danach hat er noch vergnügt zwei Felder mit der neuen Gartenfräse von Husqvarna umgepflügt. Nach weniger als 30 Minuten war der Boden bis zur gewünschten Tiefe gelockert, die lehmige Erde schön feinkrümelig und keine Spur von Rückenschmerzen weit und breit. 😄

 [GE]sehen: Marianne Faithfull - Der raue Glanz der Seele 

[GE]lesen
Als wir Waisen waren - Kazuo Ishiguro
The Sourdough School - Vanessa Kimbell
Bound to the Fire: How Virginia's Enslaved Cooks Helped Invent American Cuisine
Kelley Fanto Deetz

[GE]freut: Onkel Z. war so lieb, in Zürich eine neue Lunchbox für Herrn C. zu organisieren. Nochmal einen ganz herzlichen Dank dafür.

Bei einer längeren Tramfahrt [GE]ärgert: Ein etwa 4-jähriges Kind spuckt im Tram mehrmals auf den Boden. Der Grossvater, der hinter dem Kind sitzt, findet das auch noch lustig. Auf der Rückfahrt wurde mir ein anderes, etwa gleich altes Kind vor die Nase gesetzt. Die Kleine hatte einen hässlichen Husten und hat mir mehrmals direkt ins Gesicht gehustet. Die Oma, die daneben stand, grinste mich an, als ob sie auch noch stolz auf ihre Enkelin wäre....

 Via Kleinanzeigen für einen Spottpreis [GE]funden:
Eine Trisa La Cremeria (Eismaschine mit Kompressor).
Ice ice baby, vanilla ice ice baby...*sing* 

[GE]kauft: Miso d'Orge von Danival, BioVegan Fermentpulver, Sekowa Backpulver für Vollkorngebäck und Knoblauch-Granulat von Sonnentor 

[GE]hört: Addicted to Love - Robert Palmer

Montag, 16. April 2018

Barely Black Bread



Herr C. ist ein Gewürzgurkenjunkie. Er isst die süss-sauer eigelegten Gürkchen in rauen Mengen zu belegten Brötchen, Gschwellti mit Käse oder auch als kleinen Snack zwischendurch. Wenn er ein Glas geleert hat, backe ich oft mit einem Teil der übrig gebliebenen Flüssigkeit ein amerikanisches Deli Rye Bread. Trotz des relativ hohen Roggenanteils (25 - 60% der Mehlmenge), werden diese Brote konsequent ohne Sauerteig hergestellt. Praktische Sache, wenn man wie ich, keinen Sauerteig mehr pflegen und trotzdem leicht säuerliche, aromatische Roggenmischbrote backen möchte. BTW versuche ich gerade, aus Fermentpulver eine Madre heranzuzüchten, aber das ist eine andere Geschichte. Angelehnt an das Russian Black Bread von King Arthur Flour, entstand vor ein paar Wochen eine neue Version. Das Ergebnis war köstlich, aber nicht annähernd so dunkel wie das Original, darum wurde es von mir in Barely Black Bread umgetauft.


Für ein Kastenbrot:

  • 320 gr Weizenmehl Typ 550
  • 105 gr Roggen, fein gemahlen
  • 10 gr Kakaopulver
  • 1 Tl Getreidekaffeepulver (io: Bambu von A. Vogel)
  • 250 gr lauwarmes Wasser
  • 40 gr Gewürzgurkenlake
  • 40 gr Melasse (io: türkische Maulbeermelasse)
  • 9 gr Salz
  • je 1/4 Tl Kümmel-, Dill- und Fenchelsamen (zuerst abmessen, dann fein mörsern)
  • 4 gr frische Hefe
  • 20 gr Butterflöckchen, kühlschrankkalt

Alle Zutaten bis und mit Hefe in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Zehn Minuten auf Stufe 1 kneten, dann die Butterflöckchen zugeben. Danach noch 5 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis der Teig nicht mehr an Schüssel klebt. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen. Abdecken und 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ofen auf 240 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine 28 cm lange Brotbackform mit Backpapier auskleiden. Arbeitsfläche mit ein wenig Mehl bestäuben. Den Teig in vier gleich grosse Stücke teilen. Mit den Händen jedes Teigstück zu einer länglichen Zunge ausziehen, aufrollen und in die vorbereitete Form legen. Die Oberfläche mit 2-3 Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit einer Duschhaube abdecken und ca. 50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis der Teig etwa fingerbreit über den Rand schaut. Mit einem scharfen Messer schräg etwa 3 cm tief einschneiden (wie bei einem Tessinerbrot). In den Ofen stellen, kräftig schwaden und die Hitze danach auf 210 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Dann auf 190 Grad runterdrehen und weitere 25 Minuten backen. Aus der Form nehmen und noch 10 Minuten nachbacken. Gesamtbackzeit: 45 Minuten.