Dienstag, 25. April 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -99-



[GE]gessen

Einen äusserst mässigen, knapp lauwarmen Pulled Pork Burger in dem (meiner Meinung nach völlig zu Unrecht) gehypten La Manufacture in Basel. Glücklicherweise hatte ich das Coleslawtopping gesondert bestellt, denn der ungewürzte Salat bestand nur aus Gemüse und Mayonnaise, und hätte den Burger komplett verdorben. Wobei das penetrant nach Eistreiche müffelnde Brioche-Brötchen das schon fast alleine geschafft hat. Die ungesalzenen Pommes Frites, die extra verrechnet wurden, waren beleidigend labberig. Dazu gab es geschmacksbefreite Mayonnaise (?) mit Schnittlauch, die die Konsistenz von Magerquark hatte, und das hausgemachte Ketchup grenzte an Körperverletzung. Ich kann nur hoffen, dass es in irgendeiner Form gewollt anfermentiert war, denn sonst wäre es verdorben gewesen... Von unserem Eintreffen bis zum Dessert vergingen über zweieinhalb Stunden (!), der Service war miserabel und so langsam, dass eine Weinbergschnecke auf LSD schneller und kompetenter gewesen wäre.

Danach [GE]trunken
Einen Liter Wasser und ein Ginger Beer um den penetrant
 süsslichen BBQ-Saucen-Geschmack im Mund loszwerden

[GE]kochtPflaumenkompott mit Vanille und Koriander

[GE]backen: Sorghumbrot

[GE]wesen: Frühmorgens in Möhlin, eine SBB Gemeindekarte für Herrn C. besorgt, damit er trotz Erkältung zu einer Schulung nach Steckborn reisen konnte. In seinem Zustand wäre eine Autofahrt durch die halbe Schweiz keine gute Idee gewesen. Er hat sich dafür mit einem Foto vom Bodensee revanchiert.

[GE]sehen:  Die unbarmherzigen Schwestern

[GE]lesen
Der Block - Jérôme Leroy
Pizza Camp - Joe Beddia

[GE]freut: Die Salat- und Ringelblumensetzlinge scheinen die nächtliche Kälte unbeschadet überstanden zu haben, genau so wie die winzigen Bockshornkleekeimlinge.

[GE]ärgert: Dafür hat der späte Frost unseren zwei Rebstöcken massiv zugesetzt. Die meisten Austriebe sind erfroren.😪

[GE]kauft: Eier, Joghurt und Ziegenkäse vom demeter-Hof in Biederthal

[GE]hört: Proud Mary - Tina Turner

[GE]lacht: Über die Vorstellung, dass ich als Trauzeugin in einem rosa Tutu auftauche und nach der Trauung wie wild mit Reis um mich schmeisse. Allerdings sollte ich dem Brautpaar vielleicht klar machen, dass ich vorhabe, das auch wirklich durchzuziehen..

Sonntag, 23. April 2017

Wildkräuter-Frittata mit Ricotta aus dem Ofen



Was den Spaniern die Tortilla, ist den Italienern die Frittata. Beides wird normalerweise in einer Pfanne zubereitet, aber ich verfrachte die südländische Eierspeise viel lieber in den Ofen. Kein Anbrennen, kein Kondenswasserproblem und mehr als genug Zeit, um einen Beilagensalat samt Sauce zusammenzumischen.


Passend zur Jahreszeit, gab es vor ein paar Tagen eine Wildkräuter-Frittata aus Spinat, Brennnesselspitzen, Giersch, Gänseblümchen, einer grossen Hand voll Petersilienblättern, ein bisschen Basilikum, wenig Minze, drei Maggikrautblättern und einem Esslöffel Dill (getrocknete Vorjahresernte). Der Salat dazu bestand aus Tomaten mit Orangendressing und Schnittlauchblüten, von denen ich im Moment nicht genug bekommen kann. Frittatareste werten übrigens als kleckerfreier Sandwichbelag jede Frühstücks- und Lunchbox auf.


Für 4 Personen:

  • 1 grosse Salatschüssel voll Grünzeug und Wildkräuter
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 250 gr Ricotta
  • 3 Eier Grösse XL
  • 250 gr Milch oder Sahne
  • 1/4 Tl Sumach
  • etwas Limetten- oder Zitronenabrieb
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • ein Knubbel weiche Butter

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Eine backofenfeste Form (20 x 30 cm) grosszügig ausbuttern und zur Seite stellen. Spinat, Brennnesseln, Giersch und Maggikraut putzen und gründlich abbrausen (evt. vorher einweichen, wenn sie stark verschmutzt sind). Einen Topf kurz leer erhitzen, tropfnasses Grünzeug reingeben, Deckel auflegen und zusammenfallen lassen. Grünzeug in ein Sieb geben, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, kräftig ausdrücken und dann fein hacken. Restliche Kräuter ebenfalls putzen und fein hacken. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Ricotta mit den Eiern verquirlen, Milch zugiessen und weiterrühren, bis die Masse glatt ist. Kräftig mit Sumach, Zitrusabrieb, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Grünzeug unter die Eiermischung rühren und in die Form füllen. Etwa 40 Minuten backen, bis die Mitte leicht aufgegangen ist und die Ränder sanft gebräunt sind. Heiss oder zimmerwarm servieren.

Donnerstag, 20. April 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -98-



[GE]gessen
: Jakobsmuscheln mit scharfen Linsen

[GE]trunken: Prosecco morgens um 10:30h

Zuerst [GE]kocht und dann bunt ein[GE]färbt: 12 Öffs

Für den Osterbrunch [GE]backen: 
Mandeliges Honigbrot
Pao de mandioca
Saftiger Hefegugelhupf mit Rosinen
Pflaumenkuchen mit Emmermehl

[GE]wesen: In Solothurn

[GE]sehenZhao Xiao-Mei: Bach ist stärker als Mao

[GE]lesen
Villa America - Liza Klaussmann
Das abenteuerliche Leben des William Bligh - Jann M. Witt
Queen Victoria - Karina Urbach
Manhatten Transfer - John Dos Passos

[GE]freut: Schwesterherz hat mich mit einem traditionellen Weihrauchgefäss aus dem Oman überrascht. Sänks a lot, best sista!

[GE]ärgert: Se Mottenplage is back *zähneknirsch*

[GE]kauftEine neue Haarbürste aus Schweizer Buchenholz

[GE]hört: Isyankar - Mustapha Sandal feat. Gentleman

[GE]rettet: Die wohl letzten Pfingstrosenblüten vor dem bösen, bösen Frost

Samstag, 15. April 2017

Orangiger Tomatensalat mit Kräutern und Schnittlauchblüten



Obwohl im Treppenhaus noch ein Kürbis der Verwertung harrt, im Gemüsefach des Kühlschranks noch Sellerie und Karotten herumliegen und die Nachtschattengewächsesaison noch in weiter Ferne ist, gierte mein Magen nach Bruschette mit frischen Tomaten. Mit Vernunft war ihm nicht beizukommen, also gaben Hirn und Hände nach und packten ein Päckchen leuchtend rote Cherrytomaten (notabene aus einem Schweizer Gewächshaus) in den Einkaufskorb. Als ich nach Hause kam, hatte Herr C. unmittelbar vorher drei Scheiben Brot mit Käse verspeist und war verständlicherweise nicht auf ein weiteres Brotgericht erpicht. Also gab es für ihn, quasi als Dessert, Tomatensalat und für mich als Hauptgericht Tomatensalat auf geröstetem Määhbrot


Für 2-3 Personen als Beilage:

  • 500 gr aromatische Cherrytomaten
  • 2 kleine Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Hand voll Petersilienblätter
  • 4 Minzeblätter (vorzugsweise Nanaminze)
  • 1/4 Tl getrockneter Oregano, fein zerrieben
  • 8 Schnittlauchblüten
  • 1 Tl fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • ein paar Umdrehungen roter Kampotpfeffer aus der Mühle
  • eine grosszügige Prise Kokoszucker

Tomaten vierteln und in eine Salatschüssel geben. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie- und Minzeblätter fein hacken, Oregano zwischen den Handflächen zerbröseln. Schnittlauchblüten abzupfen und alles zusammen mit der Orangenschale unter die Tomatenstücke mischen. Mit Pfeffer und Kokoszucker würzen, nochmals vermischen und 10 Minuten ziehen lassen. Unterdessen das Dressing zubereiten. 

Salatsauce:
  • 1 El Rotweinessig
  • 2 El frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El natives Sonnenblumenöl
  • (Kräuter)Salz

Alle Zutaten kräftig verquirlen, über den Salat giessen und nochmals 10 Minuten (mindestens!) ziehen lassen. Abschmecken und zimmerwarm servieren.